Der Grundstein der Firmengeschichte wurde 1899 von Sebastian Volz gelegt, der zu diesem Zeitpunkt zusätzlich zu der von ihm betriebenen Schmiede in Hörstein eine Dampfmaschine kaufte, um mit dem Gerät das Geschäftsfeld Lohndrescherei zu bedienen. Neben Schmiedehandwerk und Lohndrescherei war Sebastian Volz auch im Fuhrbetrieb tätig. Im Laufe der Jahre wurde die Dampfmaschine auch als Antrieb für ein Sägegatter in der Dettinger Straße genutzt.

1918 übergab Sebastian Volz den betrieb an seine Söhne Adalbert und Andreas. Ab 1919 firmierten die Brüder unter dem Namen Gebrüder Volz OHG. Von 1926 bis 1928 belieferte die Firma das Bauunternehmen Richard Becker für den Straßenneubau Hörstein – Hohl mit Sand. Das erste Geschäft der Gebrüder Volz OHG in der Rohstoffgewinnungsbranche.

Das Material wurde zu diesem Zeitpunkt in der Hörsteiner Gemarkung „Im Sand“ von Hand mit Schaufel und Hacke abgebaut. Den Transport auf die Baustelle bewerkstelligten Pferdefuhrwerke und Traktoren von Deutz und Lanz.

Um das Jahr 1930 eröffnete man die erste Kiesgrube bei Kleinostheim. Die Gewinnung der Rohkiese erfolgte zuerst immer noch mit Hacke und Schaufel, später wurde ein Schrapper – ein mit einer Seilwinde gezogener Schleppkübel – zur Gewinnung eingesetzt. Dieses Gerät wurde von Karl Freppon gekauft und von Christian Gräbner aus Hörstein aufgebaut.

Die finsteren Zeiten des zweiten Weltkriegs hinterließen auch Spuren in der Firma Gebrüder Volz. Andreas Volz wurde einberufen, musste aber glücklicherweise nur kurze Zeit Kriegsdienst leisten. Die Wehrmacht beschlagnahmte allerdings während der Kriegsjahre einen LKW einschließlich des Fahrers Alois Bott. Herr Bott kehrte nicht mehr heim, das Fahrzeug ging verloren.

1952 – Moderne Zeiten! Der Abbau wurde nun mit einem Eimerkettenbagger vorgenommen, Loren wurden zur Förderung des Rohmaterials von einer Diesellok zur Verladebrücke gezogen. Anfang der 60er wandelte man das Unternehmen in eine Kommanditgesellschafft um. Die Gebrüder Volz KG war geboren.

Heinz Volz, Sohn von Adalbert Volz, und Engelbert Herbert, Schwiegersohn von Andreas Volz, waren in den kommenden Jahren führend tätig. 1963 wurde im Hörsteiner Flurgebiet „Nachtweide“ bei Kahl am Main die dritte Kieslagerstätte aufgeschlossen. Die Gewinnung erledigte nun ein Schwimmbagger, der den Rohkies auf Förderbänder übergab. Diese brachten das Fördergut an Land und in die Aufbereitungsanlage.

Die Aufbereitung und Klassierung wurde mit einer Sandschnecke und Siebmaschinen durchgeführt. Das fertige Produkt lagerte bis zur Verladung auf Lkw in dafür errichteten Silos.

1983 wurde eine neue Tochtergesellschaft gegründet, um die alte Geschäftsform abzulösen. Karl- Heinz Herbert, Sohn von Engelbert Herbert, übernahm die Anteile von Heinz Volz und seinem Vater und gründete die Volz und Herbert GmbH.

Die Erweiterung des Trinkwasserschutzgebiets der Fernwasserversorgungsgruppe erzwang dann 1993 den Umzug in das seit 1983 genutzte Abbaugelände „Am hinteren Schiffweg“ bei Dettingen. Seit Ende 1993 ist die Grube „Nachtweide“ stillgelegt und rekultivert.

Ab 1994 gewinnt die Firma Volz und Herbert GmbH mit Sitz in Hörstein in der Hörsteiner Gemarkung „Am hinteren Schiffweg“ Kies, bereitet das Rohmaterial auf und beliefert Bauunternehmer und Privatkunden der Region mit  mineralischen Baustoffen. Erreichbar ist das Betriebsgelände über das Alzenauer Industriegebiet Alzenau- Süd. Die Geschäftsführung übernimmt Renate Ritter- Herbert, die Frau von Karl-Heinz Herbert.

Seit 2013 ist Sebastian Herbert im Betrieb involviert, 2015 übernahm er die Geschäftsführung von seiner Mutter, Renate Ritter- Herbert.

Ein neues Kapitel in der Firmengeschichte wurde aufgeschlagen.